Gemeinde Albershausen

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Seniorenzentrum für Albershausen

Lageplan 
- auf den Flst. 165 und 169 soll das Seniorenzentrum entstehen
Lageplan
- auf den Flst. 165 und 169 soll das Seniorenzentrum entstehen

Gemeinde plant mit der Evangelischen Heimstiftung ein Seniorenzentrum in der Ortsmitte.
Neben 48 Pflegeplätzen sollen auch 11 betreute Wohnungen entstehen.
Durch die Einrichtung geht eine Aufwertung der Ortsmitte einher.

Der demografische Wandel ist derzeit in aller Munde. Die Lebenserwartung wird immer höher und es gibt immer mehr ältere Mitmenschen. Früher wurden die Senioren zu Hause versorgt und gepflegt, heute müssen die Angehörigen, die noch berufstätig sind, in den Firmen immer flexibler und mobiler sein, so dass Pflege- und Altenheime Hochkonjunktur haben. Dies bestätigt auch eine erst kürzlich veröffentlichte Studie, die besagt, dass im Landkreis Göppingen zu wenige Wohnungen für Senioren vorhanden sind.

Die Gemeinde Albershausen hat vor rund drei Jahren einen Grundsatzbeschluss getroffen, wonach auch in Albershausen ein Seniorenzentrum (Pflegeeinrichtung und betreute Wohnungen unter einem Dach) entstehen solle. In den umliegenden Städten und Gemeinde gibt es jeweils mindestens eine Einrichtung. Die Gemeinde Albershausen wolle daher auch den Albershäuser Bürgerinnen und Bürgern eine solche Möglichkeit bieten. Zugleich könnten auch Neubürger ihre Angehörige in unmittelbarer Nähe versorgen.

Der Gemeinderat hatte daraufhin verschiedene Häuser bei unterschiedlichen Trägern besichtigt und sich informiert, was heutzutage möglich und machbar ist. Nachdem sich jedes Gemeinderatsmitglied konkrete Vorstellungen über ein mögliches Seniorenzentrum in Albershausen gemacht hat, wurde an zwölf kirchliche und karitative Träger ein Fragenkatalog gesandt. Im Rahmen dieser 32 Fragen sollte geprüft werden, ob Interesse an einer Kooperation mit der Gemeinde Albershausen besteht und welcher Träger ein für Albershausen passendes Konzept vorlegen kann.

Auf diese Umfrage antworteten der Gemeinde fünf Träger, drei davon kamen letztlich in die engere Auswahl. Diesen drei Trägern wurde nochmals auf den Zahn gefühlt. Im Rahmen einer Präsentation im Gemeinderat aller drei Bewerber war es für die Gemeinderatsmitglieder kein Leichtes eine Entscheidung zu finden. Am Ende war jedoch eine deutliche Mehrheit für eine Kooperation mit der evangelischen Heimstiftung (EHS).

Die EHS ist Süddeutschlands größtes Altenhilfeunternehmen und verfügt derzeit über 80 Einrichtungen. Unter dem Dach der EHS stehen in Uhingen das Blumhardt-Haus und in Bad Boll das Michael-Hörauf-Stift.

Parallel dazu konnte die Gemeinde Albershausen in der Ortsmitte zwei wichtige Grunderwerbe tätigen. Auf den Flurstücken Nr. 165 und 169 soll nun künftig auf einer Fläche von ca. 3.000 m² das Albershäuser Seniorenzentrum entstehen.

Die EHS hat ein Architekturbüro aus Tübingen mit der Planung des Seniorenzentrums beauftragt, das bereits mehrere Pflegeeinrichtungen geplant und realisiert hat. Das Büro hat nun die ersten Entwürfe dem Gemeinderat präsentiert. Demnach sollen in dem Gebäude 48 Pflegeplätze sowie elf betreute Wohnungen untergebracht werden. Architekt, EHS und Gemeinderat sind bemüht, Parkplätze für das Seniorenzentrum in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen. „Es wird ein ortsbildprägendes Gebäude entstehen, welches sich sehr gut in die Umgebung einfügen und den Ortskern aufwerten wird“, ist sich Bürgermeister Jochen Bidlingmaier sicher.

Für den Prokuristen der EHS, Ralf Oldendorf, ist die Lage in der Ortsmitte ausgezeichnet: „An dieser Stelle sind alle wichtigen Einrichtungen für die Heimbewohner wie Metzger, Bäcker, Arzt, Apotheke, Rathaus, Kirche und Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe. Trotzdem kann man die Ruhe im rückwärtigen Bereich genießen. Wir wollen zudem so viele der schönen, alten Streuobstbäume wie möglich halten. Für viele Heimbewohner gehören die Obstbäume als Erinnerung an ihre Kindheit zu einem ausgewogenen Umfeld einfach dazu.“

Wenn die Pläne des Architekten weiterentwickelt sind und die EHS im Aufsichtsrat die Erlaubnis für das Baugesuch bzw. die Mittelfreigabe erhält, soll eine Informationsveranstaltung für alle Bürgerinnen und Bürger stattfinden. Geplanter Baustart ist für Anfang 2014 vorgesehen. Die Bauzeit für das gesamte Projekt ab Baugenehmigung beträgt zwischen 15 und 18 Monaten. Die Regionaldirektorin der EHS, Karin Stiebler, wird sich vor Ort um die Entstehung und Begleitung der neuen Einrichtung kümmern.